Vom 26. September bis zum 3. Oktober 2026 fand am Gymnasium sv. Františka Assiského in Levoča in der Slowakei die von der Europäischen Union geförderte Projektwoche „European Challenges in Developing New Types of Antibiotics“ statt. Die Schule wurde dabei zu einem internationalen Treffpunkt für wissenschaftliche Forschung. Auch eine Teilnehmergruppe aus Deutschland war dabei: die Schüler Thorben Ernst, Fabian Klingel, Ayse-Naz Büyükbalbak und Ilayda Sahinoglu sowie ihr Lehrer Thomas Dürr. Schon am Wochenende vor dem offiziellen Start reisten die Mentoren an und bereiteten sich gründlich auf die kommenden Aufgaben vor. Die Gastfamilien nahmen die ankommenden Teilnehmer herzlich auf.

Am Montag startete das wissenschaftliche Programm offiziell. Nach einer feierlichen Willkommensfeier ging es zunächst um die theoretischen Grundlagen: Bactalk, Biolumineszenz und ein Papiermodell zum Lux-Stoffwechsel. Mit dem neuen Wissen ging es direkt in die Laborarbeit. Die Schüler übten gemeinsam das Pipettieren, die Bakterienausstrich-Technik auf Platten und den Umgang mit einer sterilen Impföse. Darauf aufbauend führten sie die ersten drei Experimente durch, in denen es um die Stammidentifizierung ging, und zwar mithilfe von Biolumineszenz, durch Co-Plating und mit dem Inhibitor QStatin.

Am Dienstag stand der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Gruppe fuhr mit dem Bus zunächst zur beeindruckenden Jasovská-Höhle. Danach erkundete sie die Stadt Košice, besichtigte dort die St.-Elisabeth-Kathedrale und hatte etwas freie Zeit im Stadtzentrum, bevor es abends zurück nach Levoča ging. Der Mittwoch war wieder ganz der Wissenschaft gewidmet. Zuerst wurden die Ergebnisse der ersten drei Experimente ausgewertet, dann folgte die Einführung ins vierte Experiment, bei dem die Teilnehmer eigene Versuche zum Lux-Stoffwechsel entwickelten. Während die Schüler, darunter auch das deutsche Team, das Experiment umsetzten und intensiv an ihren Abschlusspräsentationen arbeiteten, hielten die Lehrkräfte, unter anderem Thomas Dürr, im Chemielabor eine Konferenz ab.

Am Donnerstag unternahm die Gruppe einen Ausflug in die Hohe Tatra und genoss dort die frische Luft und die herausragende Aussicht. Zurück in der Schule wurde das vierte Experiment ausgewertet und beobachtet, und parallel dazu feilten die Teilnehmer weiter an ihren Gruppenpräsentationen. Der Freitag, der letzte Tag der Experimentwoche, bildete das große Finale des Projekts. Die Gruppenpräsentationen wurden fertiggestellt und anschließend mit großem Engagement vorgetragen. Danach folgten die finale Vervollständigung der Präsentationen und ein abschließender Online-Test, der das Wissen der Woche abfragte. Anschließend hatten die Schüler Freizeit in der Stadt, um noch einmal Zeit mit ihren neu gewonnenen Freunden zu verbringen. Beim Abschiedstreffen in der Schule gab es eine Dankesrede an alle Teilnehmer dieses besonderen Projekts sowie die Preisverleihung für die Gewinner des Quiz. Am nächsten Morgen verabschiedeten sich die Schüler von ihren Gastfamilien und traten die Rückreise nach Deutschland an.
